„Optimieren, Optimieren, Optimieren, …“ mit Fabian Gmeindl & Samuel Hess

Wie kriegt man eCommerce-Websites so richtig auf Touren? Die Jungs von DRIP TRADING haben jede Menge Tipps zur Umsetzung für Dich am Start.
Optimieren, Optimieren mit Fabian Gmeindl und Samuel Hess

Hendrik: Ich hab‘ Euch eigentlich auf Linkedin aufgegabelt – aber da geht es immer um echte Zahlen, echte Daten und Optimierungskram. Aber erzählt doch mal, was macht ihr eigentlich?

Samuel: Fabian und ich sind Founder bei DRIP und hatten nach der Schule einfach mega Bock zu verkaufen. Wir haben angefangen mit Holzarmbändern, Blumentöpfen, und dann sind wir über Jeans zu unserer eigenen Jeans-Produktion gekommen. Nebenbei haben wir noch unsere eigene Agentur gestartet und Snocks als Kunden bekommen. Und jetzt sind wir an dem Punkt, wo wir einfach alles im eCommerce optimieren, was wir können.

Hendrik: Das heißt ihr seid hauptsächlich eine Agentur, und man kann euch vorwiegend zur Optimierung im eCommerce anheuern?

Fabian: Genau, wir schauen uns an, wie man aus den Besuchern noch mehr Kunden machen kann. Wir haben da einen guten externen Blick und arbeiten auch an Themen wie Usability. Und das ganze untermauern wir immer mit Tests und Daten.

Hendrik: Jetzt beauftrage ich euch für meinen Online-Shop. Wie läuft denn so ein Projekt in der Regel ab?

Samuel: Wir unterscheiden zwischen zwei Kategorien: Shops mit mehr als 1000 Verkäufen pro Monat, und Shops mit weniger Verkäufen. Mit weniger als 1000 Verkäufen kann man statistisch gesehen wenig testen. 80% unserer Zeit machen wir Research – d.h. wir schauen uns die Kundendaten an, Analytics, Hotjar, sprechen mit Kunden. Und versuchen herauszufinden, wie und warum sich die Nutzer auf der Website verhalten. Das haben wir mittlerweile in einen gründlichen Prozess entwickelt. Je nachdem, wie groß man ist, kann man dann am Ende des Research-Prozess die Empfehlungen alle auf einmal einbauen, oder eben einzeln A/B testen.

Hendrik: Wie lange dauert dieser Research so?

Samuel: Mindestens 4 Wochen. Conversion-Optimierung und Testen hat ja viel mehr mit dem Verstehen der Kunden zu tun als das Testen an sich.

Fabian: Wir haben da natürlich auch Erfahrungswerte aus vorherigen Projekten. Aber die besten Experimente kommen immer aus der Research-Phase.

Hendrik: Das heißt, ihr habt da schon ein paar „Klassiker“ die ihr mit einem schnellen Blick identifizieren könnt? Worauf schaut ihr denn zum Beispiel mit Analytics? Was sind so die wichtigsten Stellschrauben?

Fabian: Einen Fall hatten wir neulich im Workshop: Wir haben in Userbefragungen herausgefunden, dass die Filter total unübersichtlich sind. Die Frage, die daraus entsteht, kann ich dann in verschiedenen Unterfragen in Analytics herunterbrechen. Wie lange bleiben die Leute eigentlich auf der Collections-Page? Was ist der Unterschied zwischen denen, die die Collection-Page anschauen, und die die keine anschauen? Ein Klassiker ist zum Beispiel auch, die Browser anzuschauen, die deine Kunden nutzen. Und dann zu prüfen, ob der Shop auch für diese Browser optimiert ist. Da gibt es fast bei jedem Optimierungsbedarf… Man muss da nicht direkt auf komplexe Personalization-Dinge schauen, sondern auf die Basics: Ist die Seite benutzbar? Läd sie schnell? Ist alles lesbar? Wenn das gemacht ist, kann man an komplexere Sachen gehen.

Hendrik: Du schaust dir Analytics auf Basis deiner Befragungen an? Das hätte ich jetzt anders vermutet – Analytics geht ja viel schneller.

Fabian: Das geht natürlich in beide Richtungen. Die Bounce Rate ist ja zum Beispiel eine gute Metrik um herauszufinden, wo die Leute abspringen. Dinge, die man nicht direkt rauslesen kann, findet man wiederum besser im Umfragen-Part.

Hendrik: Ihr stellt also offene Fragen, hast du gesagt. Das finde ich total schwierig. Den Mom Test kennt ihr ja vielleicht?

Fabian: Ne, erzähl mal.

Hendrik: Lesetipp! Da geht’s nur darum, keine Suggestivfragen zu stellen. Also offene Fragen. Aber was für Fragen stellt ihr denn genau?

Samuel: Wir unterscheiden in drei Stages: Intent of visit Umfragen – warum bist du da, und was für Argumente haben dich getriggert? Dann verstehst du erstmal die Hintergedanken der Leute auf deiner Website. Friction to purchase Umfragen – um eine Aktion auszufüllen brauchst du im Prinzip Motivation, Ability und Trigger. Mit einer Friction to purchase Umfrage versuchen wir herauszufinden, was nicht gegeben ist. Und post purchase Umfragen sind natürlich super um herauszufinden, was die Leute fast davon abgehalten hätte, zu kaufen. So kann man dann mehr oder weniger die Customer Journey aufbrechen.

Hendrik: Wie macht ihr das technisch und wie kriegt ihr die Leute dazu, zu antworten?

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